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Veranstaltungen für Kinder im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt

Donnerstag, 6. Mai 2010

Das Senckenberg Museum hat seit 1981 ein Team von Museumspädagogen, die sich um Schulklassen und Kindergartengruppen kümmern, Lehrer fortbilden und viele Angebote für Kinder umsetzen.

Regelmäßige Veranstaltungen und Angebote

Schon für 4jährige Kinder finden Veranstaltungen im Senckenberg Museum statt

Schon für 4jährige Kinder finden Veranstaltungen im Senckenberg Museum statt, Bild: © beata wróbel - www.pixelio.de

So finden jeden Montag ab 15 Uhr unter dem Titel “naturJuniors” Führungen für Kinder ab 7 Jahren statt. Um 16 Uhr sind ebenfalls am Montag die “naturExplorer” dran, das sind Kinder ab 11 Jahren. Themen in nächster Zeit sind:

naturExplorer:
10. Mai 2010 - Staaten im Insektenreich mit Fokus auf die Honigbiene
17. Mai 2010 - Allerlei Eier (Dinosaurier, Meeresschildkröten, Kolibris und Schnabeltiere)
31. Mai 2010 - Höhlenbewohner vom Eisvogel bis zum Schnabeltier
07. Juni 2010 - Vorsicht heiß – Vulkane
14. Juni 2010 - Die liebe Verwandtschaft (Was verbindet Menschen mit der Etruskerspitzmaus und dem Afrikanischen Elefanten?)

Selbstverständlich kann man auch einen Kindergeburtstag im Senckenberg Museum ausrichten. Vom Dinosauriergeburtstag für 5- bis 7-Jährige bis zum Steinzeitgeburtstag des modernen Menschen für 11- bis 14-Jährige sind viele unterschiedliche Themen dabei.

Für die ganz Kleinen ab 4 Jahren findet einmal im Monat die Museums-Stunde statt, bei der gemeinsam gespielt und gelesen wird.

Sonderausstellung Boden unter unseren Füßen

Etliche Veranstaltungen haben Bezug zu aktuellen Sonderausstellungen. Noch bis zum 20. Mai geht es um den Boden unter unseren Füßen. Bakterien, Pilze, Algen, Insekten, Schnecken, Würmer und Kleinsäuger leben dort und werden in dreidimensionalen Modellen von Bodenorganismen in 10 bis 1000facher Vergrößerung, Präparaten und Filmen sowie vielen kinderfreundlichen Objekten vorgestellt.

Sonderausstellung Safari zum Urmenschen

Bis zum 15. August 2010 kann man in Frankfurt noch die Safari zum Urmenschen unternehmen. Präsentiert werden Informationen über Ausgrabungen in Afrika und eine Zeitreise, die vor sieben Millionen Jahren mit dem Sahelanthropus beginnt und über viele Stationen beim heutigen Menschen, dem Homo sapiens, endet. Dabei werden nicht nur die Ergebnisse der Forschung gezeigt, sondern auch die Forscher bei der Arbeit gezeigt. Von Präparationsverfahren bis hin zu modernen Methoden wie der Auswertung von Satellitenfotos, Computertomografie und Datierungsverfahren dürfen die großen und kleinen Besucher nicht nur schauen, sondern manchmal auch selbst ausprobieren, wie die Geräte funktionieren.

Dass viele Exponate berührt werden dürfen, macht diese Ausstellung für Blinde besonders interessant.

Es finden viele Familienführungen durch die Ausstellung statt, ebenso wie das Erlebnis “Nachts im Senckenberg Museum” für Kinder ab 8 Jahren.

Mehr Informationen:
http://mitkid.de/ausflug-kinder/Frankfurt-am-Main-Naturmuseum-Senckenberg-df0761


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Kompletteröffnung des Archäologischen Landesmuseums Brandenburg im Paulikloster

Sonntag, 9. August 2009

Das Archäologische Landesmuseum Brandenburg im Paulikloster, Foto: R. Wunder, BLDAM

Das Archäologische Landesmuseum Brandenburg im Paulikloster, Foto: R. Wunder, BLDAM

Große Teile des in Nord- und Ost-Deutschland einzigartigen Archäologiemuseums sind bereits seit letztem Oktober der Öffentlichkeit zugänglich. An diesem Wochenende findet nun die Kompletteröffnung statt, innerhalb derer auch die Abteilungen “Bronzezeit” und “Germanen” dem Publikum vorgestellt werden.

Von 10 bis 17 Uhr findet dabei auch ein buntes Kinderprogramm mit Lesungen aus archäologischen Kinderbüchern, Kinderführungen durch das Museum und einem Quiz statt.

Die Dauerausstellung des Museums umfasst etwa 10.000 Exponate aus der 50.000 Jahre alten Kulturgeschichte Brandenburgs. Von den frühesten Spuren des Menschen in Brandenburg aus der Altsteinzeit führt die Zeitreise über das älteste Tragenetz der Welt, chirurgische Operationen in der Jungsteinzeit und Opfer aus der Bronzezeit, über die Germanen und Slawen zu den ersten Städten der Mark und endet mit besonderen Funden des 20. Jahrhunderts.

Mehr Informationen:
http://mitkid.de/ausflug-kinder/Brandenburg-Archaeologisches-Landesmuseum-Brandenburg-im-Paulikloster-356414


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Neueröffnung des Helms-Museums in Hamburg mit archäologischer Erlebniswelt

Montag, 4. Mai 2009

Am 15. Mai 2009 eröffnet in Hamburg das umgebaute Helms-Museum seine archäologische Erlebniswelt. Bis dahin kann ein Teil der Ausstellung noch kostenlos in den Harburg Arcaden angeschaut werden.

Helms-Museum in Hamburg

Helms-Museum in Hamburg

In den umgebauten Räumen des Helms-Museums werden dann ab Mitte Mai die Zuschauer auf eine Reise durch die Zeiten geschickt. Auf dieser Reise können die kleinen und großen Besucher die Kulturgeschichte des Menschen in Eigenregie und aktiv durch Anfassen und Ausprobieren spielend und sinnlich erforschen: Eine archäologische Erlebniswelt für die ganze Familie!

Das umfangreiche museumspädagogische Konzept soll natürlich weitergeführt werden. Bereits jetzt finden verschiedenste Veranstaltungen wie “Steinzeitschmuck”, “Schamanen - Geister - Windgeheul” und “Der Stahl der Steinzeit” statt.

Schon im letzten Jahr wurde außerdem direkt neben dem Museum 2008 ein neuer „Archäologie“-Kinderspielplatz eröffnet. Dort gibt es eine richtige Feuerstelle sowie eine archäologische Baustelle mit Ausgrabungsbereich, Pfahlbauten, Ringwällen und als besondere Attraktion ein großes Holz-Mammut zum Klettern. Das Helms-Museum wird den Spielplatz zukünftig in sein museumspädagogisches Angebot einbeziehen und dadurch insbesondere in den Ferien spezielle Außenangebote im Programm haben.

Mehr Infos:
http://mitkid.de/ausflugsziel/Helms-Museum/1


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Das Pfahlbaumuseum in Unteruhldingen am Bodensee

Dienstag, 17. Februar 2009

Am Ufer des Bodensees liegt das Pfahlbaumuseum äußerst malerisch und ist somit auch ein beliebtes Postkartenmotiv. Ich habe es im letzten Sommer besucht, nachdem ich es schon ein paar Tage lang bei meinen Schiffstouren vom See aus bewundert hatte.

Pfahlbaumuseum Unteruhldingen

Pfahlbaumuseum Unteruhldingen

Nach dem Kauf des Tickets sahen wir uns erst kurz im sehr kleinen aber trotzdem interessanten Museumsraum um. Hier werden Fundstücke aus der Stein- und Bronzezeit präsentiert, die einen ersten Einblick über die Lebensweise unserer fernden Vorfahren vermitteln.

Wenn genug Besucher versammelt sind, geht es weiter zum Freilichtmuseum. Auf einer Terrasse mit Blick auf die Pfahlbauten erklärt ein Mitarbeiter Grundsätzliches zu den Gebäuden. So handelt es sich nicht um ein einziges Pfahlbaudorf, sondern um mehrere verschiedene, wie sie in verschiedenen Zeiten und Gegenden üblich waren. Die Steinzeit und die Bronzezeit sind vertreten. Wenn man es weiß, sieht man übrigens auch, dass die Bauweise recht unterschiedlich ist.

Direkt am Ufer des Sees, im ganz seichten Wasser stehen übrigens zwei Häuschen, mit denen es eine besondere Bewandnis hat. Die normalen Dörfer des Museums bestehen zwar nur aus Materialien, wie sie die entsprechenden Bewohner auch zur Verfügung hatten, allerdings werden moderne Werkzeuge benutzt, um das Holz und die anderen Bauwerkstoffe in Form zu bekommen. Eins der Häuser am Rand aber wurde von den Mitarbeitern der Sendung mit der Maus mit Werkzeugen, wie sie damals üblich waren, gebaut. Das Nachbargebäude wurde später von Museumsmitarbeitern ähnlich hergestellt und beide sind nun Forschungsobjekt - man will sehen, ob sie eine kürzere oder längere Lebensdauer haben als die Dorf-Häuser, die ja mit heutigen Werkzeugen ständig nachgebessert werden.

Pfahlbaumuseum Unteruhldingen Pfahlbaufamilie

Pfahlbaumuseum Unteruhldingen Pfahlbaufamilie

Nach der Einführung dürfen die Besucher im eigenen Tempo herumschlendern. In den einzelnen Dörfern befinden sich in etlichen Häusern Einrichtungen, wie sie damals üblich waren. In einigen davon geben Mitarbeiter Auskunft über das Leben in der Bronze- und Steinzeit. Welche Werkzeuge wurden benutzt? Wie wurden sie hergestellt? Wie lebten die Menschen? Was aßen sie? In manchem Häusern wurden den Mitarbeitern regelrecht Löcher in den Bauch gefragt und alles bereitwillig beantwortet - denn hier geben nur Wissenschaftler Auskunft, deren Forschungsgebiet die Pfahlbauten am Bodensee sind und die folglich wirklich gut informiert sind. Im Winter wird viel ausgegraben und katalogisiert, während im Sommer dann die Wissbegier der Touristen mehr im Mittelpunkt stehen.

In manchen Häusern sind auch kleine Ausstellungen zu finden und eines wurde gar - völlig unzeitgemäß ;-) - zum Kino umgebaut. Hier laufen im Wechsel die schon angesprochene Folge der Sendung mit der Maus, in der das Pfahlhaus gebaut wurde und eine Dokumentation über die Geschichte des Pfahlbaumuseums.

Mir hat das Museum ausgesprochen gut gefallen. Es gefällt mir, dass nur so viele Besucher eingelassen werden, wie sie auch Platz finden, auch wenn das manchmal zu Warteschlangen führt. Der Ort - mitten im türkisblauen Wasser des Bodensees - ist wunderschön. Meiner Meinung nach kann man sich in einem Freilichtmuseum am besten ein Bild davon machen, wie Menschen früher gelebt haben und das geht auch Kindern so - vieles andere ist für sie doch sehr abstrakt. Aber der Höhepunkt waren für mich die Wissenschaftler in den Häusern, die wirklich jede Frage beantwortet haben und niemals gelangweilt wirkten. Und auch hier darf man viele Dinge anfassen und erhält wirklich einen guten Eindruck über das Leben in der Stein- und Bronzezeit.

Meiner Meinung nach ist das Pfahlbaumuseum schon für Kinder ab etwa 4 Jahren interessant. Richtig toll ist es für die älteren Kinder, die bereits Vorkenntnisse haben und dann auch viele Fragen stellen können.

http://mitkid.de/ausflug-kinder/Uhldingen-Pfahlbaumuseum-Unteruhldingen-7e29e9


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