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Ozeaneum in Stralsund

Montag, 26. April 2010

Moderne Architektur am Hafen: das Ozeaneum in Stralsund

Moderne Architektur am Hafen: das Ozeaneum in Stralsund

Ganz neu ist das Ozeaneum noch (eröffnet 2008) und doch schon ein beliebtes Ausflugsziel für die ganze Umgebung. Eltern und Kinder lernen viel Neues und man kann sich stundenlang hier aufhalten.

Vom Hafen aus besticht erst einmal die moderne Architektur des Gebäudes, das mit Blick auf die Ostsee zwischen alten Speichergebäuden steht. Gegenüber liegt die Gorch Fock vor Anker und drum herum sorgen Cafés, Imbissbuden und Restaurants für das leibliche Wohl. Die Eingangshalle ist ein riesiges luftiges Konstrukt aus viel Glas, Ostseeblick und etlichen Walskeletten, die vermitteln, wie riesig diese Meeressäuger sind.

Aber tauchen wir ein in die Ausstellung des Ozeaneums. Im ersten Raum geht es um verschiedene Aspekte des Lebens im Meer, die ein bisschen willkürlich herausgegriffen sind: die Vielfalt der Barsche oder der Muscheln, ein Modell der Ostsee, der Anblick der verschiedenen Ozeane in Videos, Leben in der Tiefsee und vieles mehr. Hier sind die Eltern gefragt, um ihren kleineren Kindern zu erklären, was es mit den Ausstellungsstücken auf sich hat.

Dann geht es schon zu den ersten Aquarien - die Unterwasserlandschaft eines Ostseehafen ist dargestellt, komplett mit Müll: ein altes Fahrrad, ein verrosteter Einkaufswagen, alte Flaschen und mehr “zieren” das Becken. Und so kann man per Aquarium von der Ostsee in verschiedene andere Meere der Welt reisen.

Riesige Aquarien im Ozeaneum, Bild: Johannes-Maria Schlorke/Ozeaneum

Riesige Aquarien im Ozeaneum, Bild: Johannes-Maria Schlorke/Ozeaneum

Einer der Höhepunkte ist ein Tunnel durch das Helgoland-Becken. Auch das Brandungsaquarium ist sehr beeindruckend, hier kracht regelmäßig eine gewaltige Welle ins Wasser und zeigt, wie gut die Fische damit umgehen können. Schließlich gelangen die Besucher zum größten Aquarium Deutschlands - einem riesigen Becken mit 9 Metern Höhe, in dem unten wieder ein Walskelett liegt, darüber ziehen Rochen, Schwarmfische und ein beeindruckender Seeaal ihre Bahnen.

Nun gibt es eine schöne Pause für die Kleinen im “Meer für Kinder”. Hier kann man durch eine farbenfroh nachgestaltete Unterwasserwelt klettern, an mehreren Stationen etwas lernen und auf der Terrasse durch einen Mini-Irrgarten in Form eines Algenwaldes laufen. Von der Terrasse aus hat man einen schönen Blick auf Stralsund und gerade wird dort ein Gehege für Pinguine eingerichtet, die noch in diesem Jahr einziehen werden.

Die letzte Station gehört den Walen - sie sind in Lebensgröße in einem Raum nachgebildet, der drei Etagen umfasst und frei schwebend angebracht. Nachdem man verschiedene Informationen über sie und andere Meeresbewohner anhand der Ausstellungsstücke gesammelt hat, legt man sich unterhalb der Modelle auf eine der Liegen und hört einem kurzen Vortrag zu. In aller Kürze wird dort etwas über die Lebensgewohnheiten der riesigen Tiere erzählt, aber auch über die Gefahren, denen sie ausgesetzt sind. Auch der Gesang der verschiedenen Wale wird eingespielt.

Damit endet der Ausstellungsbesuch. Wer länger als einen Tag in Stralsund ist oder bald wiederkommen möchte, sollte auch einen Besuch im Meeresmuseum einplanen und dann das billigere Kombiticket für beide Einrichtungen wählen, das auch eine Fotoerlaubnis für private Zwecke beinhaltet.
Mehr Informationen:
http://mitkid.de/ausflug-kinder/Stralsund-Das-OZEANEUM-in-Stralsund-8ae0df


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