Artikel-Schlagworte: „Elefanten“

Der Allwetterzoo in Münster

Montag, 7. September 2009
Kattas leben frei auf einer Insel im Allwetterzoo Münster

Kattas leben frei auf einer Insel im Allwetterzoo Münster

Der Allwetterzoo heißt so, weil viele der Tiergehege durch überdachte Gänge erreichbar sind. In den 1970er Jahren, als er gebaut wurde, galt das sicher noch eher als heute. Aus dieser Zeit sind einige recht altmodische Gehege übrig geblieben, von denen einige mit viel Einsatz umgebaut wurden. Bei manchen Gebäuden bleibt alle Liebesmühe vergebens; es sind Betonbunker wie damals üblich, aber bepflanzt, manchmal bemalt und überhaupt - wir sind ja nicht im Zoo, um die Architektur zu bewundern, und den meisten Kindern ist es sowieso egal!

Weniger egal ist ihnen der oft hautnahe Kontakt mit den Tieren, und da hat Münster einiges auf die Beine gestellt. Es gibt mehrere Gehege, bei denen kein Glas oder Käfiggitter zwischen Tier und Mensch ist, z. B. im Ara-Haus, dessen Voliere begehbar ist, im Tropenhaus, in dem eine Unzahl an Vögeln frei herumfliegen - es soll auch andere Tiere geben, aber die habe ich nicht entdeckt. Weiterhin leben die Guereza-Affen und die Kattas (Lemuren) jeweils frei auf einer Insel bzw. einem eingezäunten Gelände. Auch wenn man sie nicht anfassen darf: Wenn ein Katta zwanzig Zentimeter direkt vor den eigenen Augen im Baum herumturnt, ist das schon ein ganz besonderes Erlebnis. Auch zu den Loris darf man hinein und für einen Unkostenbeitrag ein Töpfchen mit Nahrung kaufen, mit dem man die kleinen grünen Papageienvögel füttert.

Weiterhin veranstalten die Zoopfleger zwei Highlights, bei denen kein Kinderauge trocken bleibt und meines auch nicht! Das erste ist der Pinguin-Marsch, bei dem einige der kleinen schwarz-weißen Gesellen aus ihrem Gehege herausgenommen werden. Die Zuschauer bilden dann eine Gasse und zwei Pfleger gehen mit den Brillenpinguinen eine Runde spazieren. Die Pfleger achten dabei darauf, dass man den kleinen Kerlchen zwar nah kommt, sich aber so verhält, dass man sie nicht beunruhigt. Einen Zweck für die Tiere hat das auch noch: Wie fast alle Zootiere bewegen sie sich deutlich weniger als in der freien Natur und so ein kleiner Spaziergang schadet dann gar nicht!

Der Pinguin-Marsch im Allwetterzoo Münster

Der Pinguin-Marsch im Allwetterzoo Münster

Der vielleicht größte Spaß ist die mehrmals täglich stattfindende Elefantenfütterung, die von den Besuchern durchgeführt wird. Wer die großen Tiere mit Gurken, trockenem Brot oder Möhren beglücken will, entrichtet einen kleinen Obulus, der dann Tierschutzorganisationen in Vietnam zugute kommt. Drei der Elefanten stellen sich dazu am Geländer auf, wo sie mit den Rüsseln genau bis zu den Besucher hinreichen. Die holen aus großen Eimern Futter und legen es dem Elefanten in den Rüssel, den man dabei auch berühren darf und endlich einmal aus der Nähe sieht! Hat der Dickhäuter genug, schiebt er sich die Ladung ins Maul und hält seinen Rüssel den nächsten Zuschauern hin.

Überall, wo sich Mensch und Tier nah kommen, sind genügend Tierpfleger anwesend, die genau zusehen, dass niemandem etwas passiert.

Nun noch einige allgemeine Information zum Besuch des Allwetterzoos mit Kindern. Das Zoogelände ist ziemlich groß und wenn man wirklich alle Tiere sehen will, muss man viele kurvige Wege entlangwandern. Ein Kinderwagen oder ein Bollerwagen, den man hier mieten kann, ist deswegen für kleine Kinder eine gute Idee. Toiletten sind im ganzen Zoo verteilt. Überall gibt es größere und kleinere Spielplätze, da können sich die Kinder wirklich ausreichend austoben. Die Plätze sind sehr vielseitig, z. B. hängen beim Café etliche Hängematten, die sich großer Beliebtheit erfreuen, der Wasserspielplatz ist natürlich ein Favorit und die Affenspielplätze laden dazu ein, das nachzumachen, was unsere tierischen Verwandten so mühelos können. Der Familienhund muss auch nicht zu Hause bleiben, sondern darf an der Leine mit. Ein Zoo-Restaurant, das ich persönlich nicht empfehlenswert finde, ist vorhanden, aber auch ein Selbstbedienungsrestaurant. Picknickplätze findet man an verschiedensten Stellen und auf einer Wiese befinden sich sogar Liegen. Es spricht also nichts dagegen, einen ganzen Tag im Zoo zu verbringen. Im Gegenteil, wenn man nur einige Stunden Zeit hat, muss man sich genau überlegen, welche Wegstrecke man nimmt, um möglichst wenig zu verpassen.

Mehr Informationen:
http://mitkid.de/ausflug-kinder/Muenster-Allwetterzoo-Muenster-485967


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Thüringer Zoopark Erfurt

Dienstag, 21. April 2009

Anders als viele, gerade innerstädtische Zoos, hat der Thüringer Zoopark viel Grünfläche zu bieten. Mit über 50 ha ist der Thüringer Zoopark flächenmäßig der viertgrößte Zoo Deutschlands. Ein Teil davon ist der seit langem gepflegte Parkbereich “Roter Berg”. Seit 1997 betreut der Zoo den damals als solchen ausgewiesenen Geschützten Landschaftsbestandteil Roter Berg. Der 14,5 ha große Halbtrockenrasen ist unter anderem Heimstatt für 31 Tierarten, die auf der Roten Liste der Bundesrepublik stehen, darunter Wendehals, Rotmilan, Grünspecht, Zauneidechse und Kreuzkröte.

Der Zoopark hat auch eine Erdmännchen-Gruppe

Der Zoopark hat auch eine Erdmännchen-Gruppe

Eine große Festwiese ist ein wunderschöner sommerlicher Veranstaltungsort. Hier ist ein ganzjährig zu besichtigendes Indianer Camp aufgebaut.

Aber natürlich kommt auch der eigentliche Zoo nicht zu kurz. Allein 66 Säugetierarten werden hier gehalten, darunter Löwen, Klippschliefer,, Elefanten, Nashörner und die einzigen Nilgirilanguren, die in einem Zoo gehalten werden (Affen). Dazu kommen 46 Vogelarten, 53 Reptilienarten und noch viele weitere Tiere.

Auch ein Aquarium gehört zum Zoo, ist jedoch etwas abseits gelegen: Am Nettelbeckufer 28a, 99089 Erfurt.

Im Zentrum der Anlage befinden sich mehrere Spielplatzelemente und ein Streichelzoo.

Mehr Informationen (Preise etc.):
http://mitkid.de/ausflugsziel/Th-ringer-Zoopark/7


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Der Zoo in Köln

Sonntag, 22. März 2009
Eingangsbereich des Kölner Zoos

Eingangsbereich des Kölner Zoos

Der Kölner Zoo ist der drittälteste Zoo Deutschlands. War er bis in die 90er Jahre hinein noch ein altmodischer Tier-Ausstellungspark mit einigen schönen historischen Häusern wie dem 1863 erbauten Elefantenhaus im maurischen Stil, so hat sich seither sehr viel getan. Heute versteht sich der Kölner Zoo als Naturschutzzentrum und man gibt sich alle erdenkliche Mühe, die Tiere artgerecht zu halten und ihnen eine angenehmen und nicht zu langweiligen Tagesablauf zu ermöglichen. Der Erfolg gibt Recht, viele Tiere werden heute in den Zoos deutlich älter als in der freien Natur und auch die (Nach-)Zucht-Erfolge sprechen eine deutliche Sprache.

Für die großen und kleinen Besucher bedeutet das unter anderem, dass die Tiere viel lebhafter und interessanter sind als es früher oft in den kleinen Käfigen und Gehegen der Fall war.

Obwohl das Gelände des Zoos nicht übermäßig groß ist, weil er innerstädtisch liegt und nicht erweitert werden kann, kommen kleinere Kinder schnell an ihre Grenzen. Daher kann man am Eingang für 5 EUR Bollerwagen ausleihen, mit denen Taschen, Picknick-Utensilien und Kinder durch die Landschaft gezogen werden können.

Verteilt im ganzen Zoo-Bereich sind ausreichend Toiletten und kleine Imbiss- und Getränke-Stände. Letztere sind allerdings nur in der Hauptsaison in Betrieb, daher sollte man für die notwendigsten Lebensmittel selbst sorgen. Für Kinder interessant ist außerdem der schöne Spielplatz vis-a-vis des Elefantenparks, der sich so großer Beliebtheit erfreut, dass manche Eltern Probleme haben, mit ihren Sprössling den Rundgang durch die Tiergehege fortzusetzen.

Wer nicht alles schafft, sollte sich meiner Meinung nach unbedingt die neuen Bereiche anschauen, also den Regenwald, in dem tropische Vögel frei herumfliegen, das Menschenaffenhaus und natürlich den Elefantenpark, in dem vor allem die Elefantenkinder Maha Kumari, Marlar und Ming Jung für Begeisterung sorgen.

Außerdem sind natürlich die Fütterungen spannend - die Zeiten dafür erfährt man aus dem Zooplan, den man an der Kasse erhält.

Derzeit wird an einer neuen Anlage für die Nilpferde und Krokodile gebaut, die eine afrikanische Landschaft darstellen wird und 2010 fertiggestellt sein wird. Bisher leben die Nilpferde eher versteckt etwas abseits des Hauptwegs unweit des Giraffengeheges.

Für Kölner lohnt sich übrigens unbedingt eine Jahreskarte, die 60 EUR für Erwachsene und 30 EUR für Kinder kostet: So kann man öfter mal auf ein Stündchen oder zwei im Zoo vorbeischauen und muss nicht generalstabsmäßig einen großen Tagesausflug einplanen. Die Eintrittskarten gelten für das Aquarium und den Zoo, aber gerade mit kleinere Kindern kann man beides an einem Tag leider kaum schaffen.

http://mitkid.de/ausflug-kinder/Koeln-Zoo-Koeln-4d2f4f


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