Artikel-Schlagworte: „Bronzezeit“

Kompletteröffnung des Archäologischen Landesmuseums Brandenburg im Paulikloster

Sonntag, 9. August 2009

Das Archäologische Landesmuseum Brandenburg im Paulikloster, Foto: R. Wunder, BLDAM

Das Archäologische Landesmuseum Brandenburg im Paulikloster, Foto: R. Wunder, BLDAM

Große Teile des in Nord- und Ost-Deutschland einzigartigen Archäologiemuseums sind bereits seit letztem Oktober der Öffentlichkeit zugänglich. An diesem Wochenende findet nun die Kompletteröffnung statt, innerhalb derer auch die Abteilungen “Bronzezeit” und “Germanen” dem Publikum vorgestellt werden.

Von 10 bis 17 Uhr findet dabei auch ein buntes Kinderprogramm mit Lesungen aus archäologischen Kinderbüchern, Kinderführungen durch das Museum und einem Quiz statt.

Die Dauerausstellung des Museums umfasst etwa 10.000 Exponate aus der 50.000 Jahre alten Kulturgeschichte Brandenburgs. Von den frühesten Spuren des Menschen in Brandenburg aus der Altsteinzeit führt die Zeitreise über das älteste Tragenetz der Welt, chirurgische Operationen in der Jungsteinzeit und Opfer aus der Bronzezeit, über die Germanen und Slawen zu den ersten Städten der Mark und endet mit besonderen Funden des 20. Jahrhunderts.

Mehr Informationen:
http://mitkid.de/ausflug-kinder/Brandenburg-Archaeologisches-Landesmuseum-Brandenburg-im-Paulikloster-356414


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Das Pfahlbaumuseum in Unteruhldingen am Bodensee

Dienstag, 17. Februar 2009

Am Ufer des Bodensees liegt das Pfahlbaumuseum äußerst malerisch und ist somit auch ein beliebtes Postkartenmotiv. Ich habe es im letzten Sommer besucht, nachdem ich es schon ein paar Tage lang bei meinen Schiffstouren vom See aus bewundert hatte.

Pfahlbaumuseum Unteruhldingen

Pfahlbaumuseum Unteruhldingen

Nach dem Kauf des Tickets sahen wir uns erst kurz im sehr kleinen aber trotzdem interessanten Museumsraum um. Hier werden Fundstücke aus der Stein- und Bronzezeit präsentiert, die einen ersten Einblick über die Lebensweise unserer fernden Vorfahren vermitteln.

Wenn genug Besucher versammelt sind, geht es weiter zum Freilichtmuseum. Auf einer Terrasse mit Blick auf die Pfahlbauten erklärt ein Mitarbeiter Grundsätzliches zu den Gebäuden. So handelt es sich nicht um ein einziges Pfahlbaudorf, sondern um mehrere verschiedene, wie sie in verschiedenen Zeiten und Gegenden üblich waren. Die Steinzeit und die Bronzezeit sind vertreten. Wenn man es weiß, sieht man übrigens auch, dass die Bauweise recht unterschiedlich ist.

Direkt am Ufer des Sees, im ganz seichten Wasser stehen übrigens zwei Häuschen, mit denen es eine besondere Bewandnis hat. Die normalen Dörfer des Museums bestehen zwar nur aus Materialien, wie sie die entsprechenden Bewohner auch zur Verfügung hatten, allerdings werden moderne Werkzeuge benutzt, um das Holz und die anderen Bauwerkstoffe in Form zu bekommen. Eins der Häuser am Rand aber wurde von den Mitarbeitern der Sendung mit der Maus mit Werkzeugen, wie sie damals üblich waren, gebaut. Das Nachbargebäude wurde später von Museumsmitarbeitern ähnlich hergestellt und beide sind nun Forschungsobjekt - man will sehen, ob sie eine kürzere oder längere Lebensdauer haben als die Dorf-Häuser, die ja mit heutigen Werkzeugen ständig nachgebessert werden.

Pfahlbaumuseum Unteruhldingen Pfahlbaufamilie

Pfahlbaumuseum Unteruhldingen Pfahlbaufamilie

Nach der Einführung dürfen die Besucher im eigenen Tempo herumschlendern. In den einzelnen Dörfern befinden sich in etlichen Häusern Einrichtungen, wie sie damals üblich waren. In einigen davon geben Mitarbeiter Auskunft über das Leben in der Bronze- und Steinzeit. Welche Werkzeuge wurden benutzt? Wie wurden sie hergestellt? Wie lebten die Menschen? Was aßen sie? In manchem Häusern wurden den Mitarbeitern regelrecht Löcher in den Bauch gefragt und alles bereitwillig beantwortet - denn hier geben nur Wissenschaftler Auskunft, deren Forschungsgebiet die Pfahlbauten am Bodensee sind und die folglich wirklich gut informiert sind. Im Winter wird viel ausgegraben und katalogisiert, während im Sommer dann die Wissbegier der Touristen mehr im Mittelpunkt stehen.

In manchen Häusern sind auch kleine Ausstellungen zu finden und eines wurde gar - völlig unzeitgemäß ;-) - zum Kino umgebaut. Hier laufen im Wechsel die schon angesprochene Folge der Sendung mit der Maus, in der das Pfahlhaus gebaut wurde und eine Dokumentation über die Geschichte des Pfahlbaumuseums.

Mir hat das Museum ausgesprochen gut gefallen. Es gefällt mir, dass nur so viele Besucher eingelassen werden, wie sie auch Platz finden, auch wenn das manchmal zu Warteschlangen führt. Der Ort - mitten im türkisblauen Wasser des Bodensees - ist wunderschön. Meiner Meinung nach kann man sich in einem Freilichtmuseum am besten ein Bild davon machen, wie Menschen früher gelebt haben und das geht auch Kindern so - vieles andere ist für sie doch sehr abstrakt. Aber der Höhepunkt waren für mich die Wissenschaftler in den Häusern, die wirklich jede Frage beantwortet haben und niemals gelangweilt wirkten. Und auch hier darf man viele Dinge anfassen und erhält wirklich einen guten Eindruck über das Leben in der Stein- und Bronzezeit.

Meiner Meinung nach ist das Pfahlbaumuseum schon für Kinder ab etwa 4 Jahren interessant. Richtig toll ist es für die älteren Kinder, die bereits Vorkenntnisse haben und dann auch viele Fragen stellen können.

http://mitkid.de/ausflug-kinder/Uhldingen-Pfahlbaumuseum-Unteruhldingen-7e29e9


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