Schöne Bräuche rund um die Geburt


Traditionell gibt es verschiedene Bräuche, um nach der Geburt eines Kindes den kleinen Neuankömmling zu begrüßen und Freunde, Bekannte und Nachbarn am Glück teilhaben zu lassen. Einige der Bräuche werden mittlerweile nur noch selten praktiziert. Dabei sind sie zu schön, um in Vergessenheit zu geraten:

Babypinkeln oder Umtrunk

Dieser Brauch wird noch sehr lebhaft praktiziert. Je nach Region hat er verschiedene Namen. Bekannt ist er u.a. als Babypinkeln, Umtrunk, Pullerparty und Babybier. Es passiert immer das Gleiche: Mit einem (oder mehreren) alkoholischen Getränk wird auf die Geburt des Babys angestoßen. Hierzu lädt der frisch gebackene Vater Verwandte, Freunde und Nachbarn ein. Wer den nackten Säugling im Arm hält und angepinkelt wird, kann sich freuen: Das soll nämlich ewiges Glück bringen. Wann der Umtrunk stattfindet, ist Geschmackssache. Einige Väter laden direkt nach der Geburt ein, während sich Mutter und Kind noch im Krankenhaus erholen. Andere warten damit ein paar Tage, bis Mutter und Kind zu Hause sind. In ländlichen Gegenden ist es verbreitet, per Pappschild oder Aufsteller zum Umtrunk einzuladen. Wem das zu öffentlich ist, der kann auf Geburtskarten zurückgreifen. Diese Karten können bei Anbietern wie Familiensachen.com sogar dem Anlass gemäß individuell gestaltet und beschriftet werden. So kommen am Ende nicht mehr Gäste, als man bewirten kann.

Storch aufstellen

Die Legende vom Klapperstorch, der die Babys bringt, ist vielen noch bekannt. Mit dieser Legende ist die Tradition verbunden, einen hölzernen Storch im Garten oder auf dem Dach der frischgebackenen Eltern aufzustellen. In seinem Schnabel hält der Storch ein Baby in einer Windel fest. Der Holzstorch verkündet allen, die am Haus vorbeilaufen, die frohe Botschaft der Geburt. Außerdem verrät er das Geschlecht des Kindes. Befindet sich eine blaue Schleife an der Windel, wurde ein Junge geboren, ist die Schleife rosa, handelt es sich um ein Mädchen.

Bäumchen aufstellen

Ähnlich dem hölzernen Storch, wird mancherorts ein Bäumchen vor dem Haus der jungen Familie aufgestellt. Das Bäumchen symbolisiert das junge Leben. Besucher des Hauses hängen Strampler, Söckchen, Schnuller und andere kleine Geschenke für das Baby an den Baum. Auf diese Weise erhalten die Eltern gleich noch einen Teil der Babyausstattung dazu. In einigen Gegenden wird die Babyausstattung nicht an ein Bäumchen gehangen, sondern an eine Wäscheleine.

Bäumchen pflanzen

Manch einer begnügt sich nicht mit dem Aufstellen eines Bäumchens, sondern pflanzt gleich selbst einen Baum ein. Üblicherweise wird der Baum von den Eltern oder dem Taufpaten besorgt. Das Einpflanzen ist dem Vater vorbehalten. Nach alter Sitte wird für ein Mädchen ein Birnbaum gepflanzt und für einen Jungen ein Apfelbaum. Der Baum soll dann wachsen und gedeihen, wie das Kind. Mit der Einschulung des Kindes können dann die ersten Früchte geerntet werden. Wie der Baum am besten eingepflanzt wird, wird hier beschrieben.

Damit die Freude über die Geburt des Kindes noch lange anhält, kann ein Babybuch oder eine Babykiste angelegt werden. Hier wird alles gesammelt, was von besonderer Bedeutung ist. Glückwunschkarten, eine zarte Babylocke, die ersten Söckchen, Fotos und vieles mehr sind Jahre später wunderbare Erinnerungsstücke. Viele Eltern dokumentierten so die Entwicklung ihres Kindes bis zur Einschulung.

Der Storch kam in Kork nieder

Bildrechte Bild 1: Flickr Der Storch kam in Kork nieder dierk schaefer CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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Bildrechte Bild 2: Flickr IMG_0714 Moni Sertel CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

 

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