Der Allwetterzoo in Münster


Kattas leben frei auf einer Insel im Allwetterzoo Münster

Kattas leben frei auf einer Insel im Allwetterzoo Münster

Der Allwetterzoo heißt so, weil viele der Tiergehege durch überdachte Gänge erreichbar sind. In den 1970er Jahren, als er gebaut wurde, galt das sicher noch eher als heute. Aus dieser Zeit sind einige recht altmodische Gehege übrig geblieben, von denen einige mit viel Einsatz umgebaut wurden. Bei manchen Gebäuden bleibt alle Liebesmühe vergebens; es sind Betonbunker wie damals üblich, aber bepflanzt, manchmal bemalt und überhaupt - wir sind ja nicht im Zoo, um die Architektur zu bewundern, und den meisten Kindern ist es sowieso egal!

Weniger egal ist ihnen der oft hautnahe Kontakt mit den Tieren, und da hat Münster einiges auf die Beine gestellt. Es gibt mehrere Gehege, bei denen kein Glas oder Käfiggitter zwischen Tier und Mensch ist, z. B. im Ara-Haus, dessen Voliere begehbar ist, im Tropenhaus, in dem eine Unzahl an Vögeln frei herumfliegen - es soll auch andere Tiere geben, aber die habe ich nicht entdeckt. Weiterhin leben die Guereza-Affen und die Kattas (Lemuren) jeweils frei auf einer Insel bzw. einem eingezäunten Gelände. Auch wenn man sie nicht anfassen darf: Wenn ein Katta zwanzig Zentimeter direkt vor den eigenen Augen im Baum herumturnt, ist das schon ein ganz besonderes Erlebnis. Auch zu den Loris darf man hinein und für einen Unkostenbeitrag ein Töpfchen mit Nahrung kaufen, mit dem man die kleinen grünen Papageienvögel füttert.

Weiterhin veranstalten die Zoopfleger zwei Highlights, bei denen kein Kinderauge trocken bleibt und meines auch nicht! Das erste ist der Pinguin-Marsch, bei dem einige der kleinen schwarz-weißen Gesellen aus ihrem Gehege herausgenommen werden. Die Zuschauer bilden dann eine Gasse und zwei Pfleger gehen mit den Brillenpinguinen eine Runde spazieren. Die Pfleger achten dabei darauf, dass man den kleinen Kerlchen zwar nah kommt, sich aber so verhält, dass man sie nicht beunruhigt. Einen Zweck für die Tiere hat das auch noch: Wie fast alle Zootiere bewegen sie sich deutlich weniger als in der freien Natur und so ein kleiner Spaziergang schadet dann gar nicht!

Der Pinguin-Marsch im Allwetterzoo Münster

Der Pinguin-Marsch im Allwetterzoo Münster

Der vielleicht größte Spaß ist die mehrmals täglich stattfindende Elefantenfütterung, die von den Besuchern durchgeführt wird. Wer die großen Tiere mit Gurken, trockenem Brot oder Möhren beglücken will, entrichtet einen kleinen Obulus, der dann Tierschutzorganisationen in Vietnam zugute kommt. Drei der Elefanten stellen sich dazu am Geländer auf, wo sie mit den Rüsseln genau bis zu den Besucher hinreichen. Die holen aus großen Eimern Futter und legen es dem Elefanten in den Rüssel, den man dabei auch berühren darf und endlich einmal aus der Nähe sieht! Hat der Dickhäuter genug, schiebt er sich die Ladung ins Maul und hält seinen Rüssel den nächsten Zuschauern hin.

Überall, wo sich Mensch und Tier nah kommen, sind genügend Tierpfleger anwesend, die genau zusehen, dass niemandem etwas passiert.

Nun noch einige allgemeine Information zum Besuch des Allwetterzoos mit Kindern. Das Zoogelände ist ziemlich groß und wenn man wirklich alle Tiere sehen will, muss man viele kurvige Wege entlangwandern. Ein Kinderwagen oder ein Bollerwagen, den man hier mieten kann, ist deswegen für kleine Kinder eine gute Idee. Toiletten sind im ganzen Zoo verteilt. Überall gibt es größere und kleinere Spielplätze, da können sich die Kinder wirklich ausreichend austoben. Die Plätze sind sehr vielseitig, z. B. hängen beim Café etliche Hängematten, die sich großer Beliebtheit erfreuen, der Wasserspielplatz ist natürlich ein Favorit und die Affenspielplätze laden dazu ein, das nachzumachen, was unsere tierischen Verwandten so mühelos können. Der Familienhund muss auch nicht zu Hause bleiben, sondern darf an der Leine mit. Ein Zoo-Restaurant, das ich persönlich nicht empfehlenswert finde, ist vorhanden, aber auch ein Selbstbedienungsrestaurant. Picknickplätze findet man an verschiedensten Stellen und auf einer Wiese befinden sich sogar Liegen. Es spricht also nichts dagegen, einen ganzen Tag im Zoo zu verbringen. Im Gegenteil, wenn man nur einige Stunden Zeit hat, muss man sich genau überlegen, welche Wegstrecke man nimmt, um möglichst wenig zu verpassen.

Mehr Informationen:
http://mitkid.de/ausflug-kinder/Muenster-Allwetterzoo-Muenster-485967


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